Die Bewertung von 120 der 172 Produkte im Heft beruht zumindest teilweise auf den von den Herstellern deklarierten Inhaltsstoffen. Und das ist nicht das einzige Problem.
Eisenmangel macht krank. Zuviel Eisen auch. Trotzdem raten viele unseriöse Internetseiten zur unkontrollierten Einnahme von überdosierten Nahrungsergänzungsmitteln. Denn viele verdienen daran durch die Weiterleitung der User zumeist an Amazon.
Die Ranglisten auf top10wahl.de sind weder „clever“ erstellt noch ein „ein guter Ausgangspunkt zum Einkaufen“. Denn die Betreiber der Seite sind schlicht Betrüger.
Die beiden Wortbestandteile „Öko“ und „Test“ standen für eine ökologische Ausrichtung und verlässliche Verbraucherberatung auf der Grundlage von fundierten Tests. Aktuell sehen wir eher eine Menge Konzeptionslosigkeit.
verbraucher-report.com will angeblich helfen, bessere Kaufentscheidungen zu treffen und Fehlkäufe zu vermeiden. Tatsächlich werden wahllos Testsieger ausgerufen und durch die Verlinkung zu Amazon wird Geld verdient.
Die Seite geprueft.org sagt über sich: Dein Vergleichsportal für Produkte aus dem Onlinehandel. Unabhängig, KI-gestützt und mit echten Testberichten. Solche haben wir aber nicht entdeckt.
Die Discounter werben mit einer Vielzahl von zumeist fragwürdigen Labeln. Die sind nicht kostenlos. Doch für die Billiganbieter lohnt sich die Investition offenbar.
Die Stiftung Warentest sagt „mangelhaft“, Öko-Test findet das Olivenöl von Aldi „sehr gut“. Für die Suche nach einem guten Öl taugen aber beide Tests nicht.
144 von 182 Produkten in der Juli Ausgabe sind „(sehr) gut“. Das ist gut für den Verkauf von Labeln und Anzeigen, aber nicht so gut für die Leserinnen, die Leser und die Umwelt.
dastestsiegel.de gibt sich professionell, seriös und transparent. Doch die Seite ist bestenfalls grober Unfug.

