dastestsiegel.de gibt sich professionell, seriös und transparent. Doch die Seite ist bestenfalls grober Unfug.
Einleitung
dastestsiegel.de gibt sich professionell, seriös und transparent – alles hochgradig. Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, zitieren wir fast alles, was wir dazu gefunden haben. Im Reiter „Über uns“ heißt es: „Das Testsiegel ist ein unabhängiger Testanbieter für Verbraucherprodukte mit Sitz auf Fehmarn. Wir testen Produkte aus zwölf Alltagskategorien unter realen Bedingungen – dort, wo die Produkte später auch tatsächlich benutzt werden. Unsere Ergebnisse veröffentlichen wir vollständig und nachvollziehbar, damit Verbraucherinnen und Verbraucher eine echte Entscheidungsgrundlage haben. Unser Auftrag. Der deutsche Online-Handel ist voll von Siegeln, die niemand kennt, deren Testkriterien niemand einsehen kann und deren Testberichte man irgendwo vermutet, aber nirgends findet. Wir machen es anders: Zu jedem vergebenen Siegel gibt es einen öffentlich einsehbaren Testbericht, einen Kriterienkatalog und eine eindeutige Lizenznummer. Wer auf ein Testsiegel-Logo klickt, landet direkt beim zugehörigen Testbericht – nicht auf einer leeren Startseite. Wer testet. Hinter Das Testsiegel steht ein kleines Redaktionsteam mit langjähriger Erfahrung im Produkttest-Bereich. Wir betreiben seit Jahren eigene Test- und Vergleichsportale (unter anderem im Bereich Reise und Gepäck) und übertragen dieses Know-how nun auf einen breiten Kriterienkatalog für zwölf Kategorien. Der Kriterienkatalog wird von uns regelmäßig überarbeitet und alle sechs Monate turnusmäßig überprüft. Unsere Prinzipien: Transparenz vor Marketing. Methodik, Kriterien und Finanzierung sind vollständig öffentlich; Ergebnisoffenheit. Ein Testbericht mit `Mangelhaft´ wird genauso veröffentlicht und abgerechnet wie einer mit `Sehr gut´; Unabhängigkeit. Keine bezahlten Top-Platzierungen, keine Affiliate-Links auf Testberichten, keine Werbeanzeigen rund um die Bewertungen; Nachvollziehbarkeit. Jedes Siegel ist per Lizenznummer eindeutig einem Testbericht zugeordnet. Verbraucher können die Echtheit jedes Siegels in Sekunden prüfen; Realitätsbezug. Wir testen 7 Tage lang im Alltag, nicht zehn Minuten unter Idealbedingungen. So finanzieren wir uns – offen gesagt: Hersteller und Händler bezahlen eine Testgebühr. Diese Gebühr deckt den Aufwand für die Testdurchführung, die Redaktionsarbeit und die Nutzungslizenz für das Siegel ab. Sie ist komplett unabhängig vom Testergebnis. Das bedeutet konkret: Wer bei uns bezahlt, bezahlt für einen ehrlichen Test – nicht für ein gutes Ergebnis. Wer ein schlechtes Produkt einschickt, bekommt ein schlechtes Testergebnis, und das wird auch veröffentlicht. Das ist keine bloße Marketing-Aussage, sondern rechtliche Grundlage: Anders wäre das Geschäftsmodell nach §5 UWG (Irreführungsverbot) und der BGH-Rechtsprechung zu Testsiegeln (I ZR 158/14) nicht zulässig.“
Im Reiter Testmethode wird ausführlich erläutert, „wie wir testen“. „Auf dieser Seite legen wir vollständig offen“, so dastestsiegel.de, „wie unsere Produkttests ablaufen, nach welchen Regeln wir bewerten und wie wir uns finanzieren. Transparenz ist für uns keine Marketing-Floskel, sondern die Grundlage jedes einzelnen Siegels, das wir vergeben. Dieser Kriterienkatalog ist die verbindliche Testmethodik von Das Testsiegel und wird bei jeder Änderung versioniert und öffentlich dokumentiert.
Wichtig — Transparenzhinweis: Das Testsiegel ist ein privat geführtes Prüfunternehmen und kein unabhängiges Verbraucherschutz-Institut wie Stiftung Warentest oder Öko-Test. Wir führen bezahlte Einzel-Qualitätsprüfungen im Auftrag von Herstellern und Händlern durch. Unsere Tests sind keine vergleichenden Warentests, sondern Einzelprüfungen des jeweils eingereichten Produkts nach dem öffentlich einsehbaren Kriterienkatalog der jeweiligen Kategorie. Der Auftraggeber trägt die Kosten der Testdurchführung — das Ergebnis ist jedoch offen: Auch schlechte Noten werden vollständig und öffentlich veröffentlicht, und das Siegel wird nur ab der Note `befriedigend´ (3,5) aufwärts vergeben.
Notensystem: fünfstufig und nachvollziehbar: Wir vergeben Noten zwischen 1,0 und 5,0. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt aus allen Einzelnoten, gerundet auf eine Nachkommastelle.
Sperrklinken-Regel: Kein Einzelkriterium darf schlechter als 4,5 bewertet sein, ohne dass die Gesamtnote automatisch auf `Ausreichend´ oder schlechter fällt. So kann ein einzelner schwerwiegender Mangel nicht durch gute Werte in anderen Bereichen ausgeglichen werden.
Universelle Bewertungskriterien (70 % der Gesamtnote): Diese vier Kriterien werden bei jedem Produkt bewertet, unabhängig von der Kategorie. Sie machen zusammen 70 % der Gesamtnote aus. Verarbeitungsqualität – 20 %: Spaltmaße und Passungen; Naht-, Schweiß- und Klebestellen; Gratbildung an Kanten; Stabilität unter Normalbelastung; Langzeittest über mindestens 7 Tage. Materialqualität – 20 %: Haptik und Oberfläche; Angegebene vs. tatsächliche Materialien (Magnet- und Gewichts-Test); Geruchsemission beim Auspacken (VOC-Indikator); Gebrauchsspuren nach 7 Tagen Praxistest. Sicherheit – 15 %: CE-Zeichen und Gültigkeit, soweit anwendbar; elektrische Sicherheit (Steckerprüfung, Leitungsquerschnitt, sichtbare Normen wie EN 60335); Kleinteile-Test bei kinderrelevanten Produkten (nach DIN EN 71-1); Kippsicherheit, Kantenschutz, Quetschpunkte; verständliche Sicherheitshinweise vorhanden. Preis-Leistung – 15 %: Marktvergleich mit mindestens drei Alternativen in ähnlicher Preisklasse; laufende Kosten (Verbrauchsmaterial, Energie, Zubehör); Garantie und Ersatzteilversorgung; Wertverlust nach Praxistest.
Kategoriespezifische Kriterien (30 % der Gesamtnote): Jede Kategorie hat ein Hauptkriterium, das das Produkt besonders herausfordert. Diese 30 % sorgen dafür, dass ein Reisekoffer anders bewertet wird als eine Bohrmaschine. Haushalt & Küche – Funktionalität im Alltagsgebrauch: Reinigungsfähigkeit (spülmaschinengeeignet?); Hitze- und Kältebeständigkeit wo relevant; tatsächliche Kapazität vs. Angabe; Ergonomie der Bedienung. Baumarkt & Werkzeug – Präzision und Haltbarkeit: Messgenauigkeit (Meterstab, Wasserwaage, Winkel); Kraftübertragung bei Werkzeug; Rostanfälligkeit (24-Stunden-Feuchtigkeitstest); Griffigkeit unter Belastung. Garten & Outdoor – Wetterbeständigkeit: UV-Beständigkeit (wo anwendbar, Herstellerangabe prüfen); Rostschutz bei Metallteilen; Farbechtheit; Praxistest über 7 Tage im Außenbereich. Sport & Freizeit – Zweckeignung und Komfort: Passform (bei Textilien und Ausrüstung); Schweißtransport und Atmungsaktivität; Traglast und Belastbarkeit; Komfort nach 30 Minuten Nutzung. Auto & Zubehör – Funktion unter Realbedingungen: Passgenauigkeit bei angegebenen Fahrzeugmodellen; Hitze- und Kältetest (−5 °C bis +60 °C simuliert); Vibrations- und Rüttelsicherheit; Normkonformität (z. B. StVZO bei verbautem Zubehör). Haustier – Sicherheit und Tiergerechtigkeit: Schadstofffreiheit der Materialien (Herstellerangaben geprüft); keine verschluckbaren Kleinteile bei Spielzeug; Belastbarkeit bei Leinen und Geschirren; Geruchs- und Geschmacksneutralität (bei Näpfen und Spielzeug). Reise & Gepäck – Belastungstest und Maße: Reale vs. angegebene Abmessungen (IATA-Kofferlehre); Rollentest (100 m Hartboden, 100 m unebener Grund); Zipper- und Schloss-Funktion nach 100 Öffnungen; Gewichtskapazität bis 120 % der Herstellerangabe. Drogerie & Körperpflege – INCI-Transparenz und Gebrauchstauglichkeit: Wichtig: Kein medizinischer Test, keine klinischen Aussagen. Wir prüfen Deklaration und subjektive Gebrauchstauglichkeit: INCI vollständig lesbar und online auffindbar; keine intransparenten Fantasienamen bei Inhaltsstoffen; Verpackung und Dosierung; Geruch und subjektive Anwendung über 7 Tage. Elektronik klein – Funktion, Akku, Ladekompatibilität: Akkulaufzeit gemessen vs. angegeben (Toleranz ±15 %); Ladezyklen, soweit im 7-Tage-Zeitraum möglich; USB-C-Konformität (tatsächliche Datenrate und Leistung); Funktionstest aller beworbenen Features. Büro & Schreibwaren – Haltbarkeit und Schreibeigenschaften: Schreibtest auf 5 Papiersorten; Durchdruck, Durchbluten, Wisch- und Wasserfestigkeit; Gehäusestabilität bei Stiften (Fall-Test aus 1 m); Kompatibilität Ersatzteile (Minen, Refills). Kinder & Baby – Sicherheitsnormen strikt geprüft. Die härteste Kategorie: Jedes fehlende Sicherheitszertifikat führt zum automatischen `mangelhaft´; CE-Zeichen plus DIN EN 71 (Spielzeug) oder DIN EN 14988 (Kindersitze) usw.; Kleinteile-Test mit genormter Prüflehre; verschluckbare Teile, scharfe Kanten, Quetschstellen; chemische Unbedenklichkeit laut Herstellerangaben (Prüfbericht anfragen). Wohnen & Dekoration – Stabilität, Ästhetik und Materialwert: Standfestigkeit und Kippsicherheit; Farbechtheit (UV und Reinigung); Materialechtheit (vs. ` Holzoptik´, `Lederlook´ usw.); Aufbau-Anleitung verständlich und vollständig.
Automatische Ablehnungsgründe: Produkte, die in eines dieser Kriterien fallen, erhalten automatisch die Note `mangelhaft (5,0)´. Die Veröffentlichung erfolgt mit klarem Warnhinweis: fehlendes CE-Zeichen bei Produkten, für die es rechtlich vorgeschrieben ist; akute Sicherheitsrisiken (offenliegende Drähte, brennende Teile, scharfe Grate in Kinderprodukten); irreführende Herstellerangaben (z. B. `100 % Leder´ bei PVC-Kunstleder); defekt bei Auslieferung (zweite Einheit wird angefordert; beim zweiten Defekt gilt: mangelhaft); rechtswidrige Produkte (unzulässige Laserpointer, Gegenstände nach dem Waffengesetz usw.) – der Test wird verweigert und der Händler informiert.“
Unsere Einschätzung

Fazit: Seiten wie dastestsiegel.de sind bestenfalls grober Unfug, aber eigentlich immer Irreführung und Täuschung der Verbraucher. Unseren Bericht über weitere, wie geklont wirkende Seiten, lesen Sie hier: Prüfheld.
