Eisenmangel macht krank. Zuviel Eisen auch. Trotzdem raten viele unseriöse Internetseiten zur unkontrollierten Einnahme von überdosierten Nahrungsergänzungsmitteln. Denn viele verdienen daran durch die Weiterleitung der User zumeist an Amazon.

Die Seite gesundheitsvergleich-deutschland.de warnt: „Eisen ist für unseren Körper unverzichtbar, da es eine Schlüsselrolle in vielen biochemischen Prozessen spielt. Das wichtigste davon ist die Bildung von Hämoglobin, dem Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff aus der Lunge aufnimmt und zu den Organen transportiert. Ohne ausreichend Eisen kann dieser Sauerstofftransport nicht effizient ablaufen1 , was zu Müdigkeit und Leistungseinbrüchen führt.“ Eisentabletten seien „eine bewiesene Möglichkeit, den Eisenhaushalt zu unterstützen.“ Sie sieht die Eisen-Kapseln von VitaMoment mit der Note „sehr gut (9,25/10)“ als Testsieger und schreibt: Sie „gehen aus unserem Produktvergleich als klarer Testsieger hervor. Vor dem Hintergrund aller Qualitätsmerkmale schneiden sie am besten ab. Die Kapseln überzeugt mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, der Verwendung der präferierten Eisen-Form, dem Zusatz von Vitamin C, sowie keinerlei unnötigen Füll- & Zusatzstoffen.“ Zudem habe sich der „ positive Eindruck mittels einer Labor-Analyse der Gesellschaft für Bioanalytik (GBA) bestätigen“ lassen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine von gesundheitsvergleich-deutschland.de, sondern vom Hersteller in Auftrag gegebene Untersuchung.

Laut gesundheitsprodukte-vergleich.com ist Eisenmangel in Deutschland weit verbreitet. Zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung seien davon betroffen. Risikogruppen seien „ältere Menschen, Personen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, Patienten mit chronischen Infektionen, Patienten mit Herzkrankheiten, Säuglinge, Kinder, Jugendliche, prämenopausale Frauen, Schwangere, Leistungssportler und Leistungssportlerinnen sowie Menschen, die Blut spenden.“ Auf Platz 1 sieht die Seite den Glycowohl protect Eisen-Komplex duodenal mit Vitamin C mit de Note „1+ (9,8/10)“. Denn er vereint der Seite zufolge „Qualität, Wirkung und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Nahrungsergänzungsmittel enthalte eine sichere Dosis von 40 mg und kombiniere vier verschiedene Eisenquellen zu einem Komplex, in einer magensaftresistenten Kapsel. Zusätzlich sei Vitamin C in der Formel, um eine verbesserte Aufnahme zu gewährleisten. „Als Bonus wurde Lactoferrin der Formulierung zugefügt. Dies ist ein eisenbindendes Protein welches dafür sorgt, dass das Eisen noch besser vom Körper aufgenommen wird. Hergestellt in Apothekenqualität und ohne unnötige Zusatzstoffe, wird bei diesem Präparat besonderer Wert auf Reinheit und Wirkung gelegt.“

Bis auf zwei Präparate auf netzvergleiche.de handelt es sich um Nahrungsergänzungsmittel. Die bewertet die Stiftung Warentest im Juni 2025 bestenfalls mit „wenig sinnvoll mit Mängeln“. Außerdem warnt sie: „Nehmen Sie Eisen-Mittel nie in Eigenregie. Die meisten Menschen sind gut versorgt. Zu viel Eisen kann auf Dauer schaden. Raten Arzt oder Ärztin – etwa bei diagnostiziertem Eisenmangel – zur Einnahme von Eisen, stehen ein Dutzend geeignete rezeptfreie Arzneimittel zur Wahl.“ Kurzfristig seien bei Überdosierung Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung möglich. Langfristig könne eine überhöhte Eisenzufuhr gefährlich sein. Auf Dauer könne das Risiko für Herz- und Krebserkrankungen sowie Diabetes steigen. Dazu komme: „Die typischen Symptome eines Eisenmangels können auch andere Ursachen haben, etwa innere Blutungen. Wer auf eigene Faust Eisen schluckt, riskiert, schwere Krankheiten zu übersehen.“ Den gesamten Bericht lesen Sie hier: Eisentabletten
 
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