Die sieben unterschiedlichen Tests in der Mai-Ausgabe eint eines. Sie haben teils erhebliche Schwachstellen und viele blinde Flecken.

Olivenöle hat Öko-Test unter anderem auf Pestizide, Mineralölbestandteile (MOSH, MOAH) und Weichmacher (Phthalate) untersuchen lassen. Mit dem Ergebnis: Nur acht von 30 sind „(sehr) gut“. Olivenöl ist vegan. Aber die Ernte der Oliven ist es nicht. Dazu schreibt die Seite philia-nature.de: „Nicht das Olivenöl selbst, sondern die Ernte der Oliven auf maschinellem Weg ist nicht vegan. Die großen Erntemaschinen fahren, einem Staubsauger ähnelnd, über die Olivenbäume hinweg, schütteln sie dabei und saugen die fallenden Oliven anschließend ein. Das passiert meistens nachts – die kühleren Temperaturen sollen das Aroma der Oliven schützen. Das Problem dabei? In den Olivenhainen überwintern etliche Zugvögel – genau zur Erntezeit, die je nach Region und Olivensorte zwischen Herbst und Frühjahr liegt. Der nächtliche Lärm und die Lichter verwirren die aus dem Schlaf gerissenen Vögel – deshalb fliehen sie nicht, sondern verharren in den Bäumen. Das führt dazu, dass alleine in Spanien pro Saison 2,6 Millionen Vögel von den Erntemaschinen eingesaugt und qualvoll getötet werden. Dazu kommen knapp 100.000 Vögel in Portugal. Darunter sind auch geschützte Arten – ein riesiges Problem für die Population und Artenvielfalt.“ Da vegan ein wichtiges Thema für Öko-Test ist, stellt sich schon die Frage, warum die Leserinnen und Leser nicht darüber informiert werden, welche Öle im Test nicht vegan geerntet wurden und wie man das bei nicht getesteten Ölen erkennt.

Im Test Hundeshampoos ist mit zwölf von 22 die Mehrzahl der Produkte „mangelhaft“ und „ungenügend“. Abgewertet wurden sie unter anderem wegen krebsverdächtigem Formaldehyd und  bedenklichen Duftstoffen. Problematisiert werden auch Isothiazolinone. Nicht aus Sorge um die Hunde werden Produkte mit diesen Allergien auslösenden Konservierungsmitteln abgewertet, sondern wegen der Frauchen und Herrchen. Dazu schreibt Öko-Test: „Auch wenn bei Hunden ein Vollbad mit einem speziell abgestimmten Shampoo die Ausnahme bleiben sollte, sollten die Reinigungsmittel aus unserer Sicht frei sein von für Menschen problematischen und umstrittenen Inhaltsstoffen. Denn auch sie kommen beim Duschen des Hundes mit dem Shampoo in Kontakt.“ Daher ist es umso unverständlicher, dass weder Shampoos für coloriertes Haar (7/2021) noch Duschshampoo für Kinder (10/2025) auf Isothiazolinone getestet wurden. Letztere auch nicht auf Chlorhexidin, über das es im Test Hundeshampoos heißt: „Zu den weiteren Substanzen, die aus unserer Sicht nichts in den Shampoos für die Fellnasen zu suchen haben, weil sie bekanntermaßen unerwünschte Wirkungen beim Menschen haben, gehört aufgrund seines sensibilisierenden Potenzials der antibakterielle Wirkstoff Chlorhexidin.“ Dabei kommen die Anwender mit diesen Produkten wesentlich direkter in Kontakt als mit Hundeshampoos.

Den gesamten Bericht zu Mai-Ausgabe lesen Sie hier: https://www.testwatch.de/testwatch/838-oeko-test-mai-2026 

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